Forschungsdaten der Erdkrustenverschiebung von der Hochrieshütte

Das Deutsche Geodätische Forschungsinstitut bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München richtet im Rahmen eines europäischen Projektes ein Beobachtungsnetz zur Erfassung und Überwachung von Erdkrustendeformationen im Alpenraum ein. Ziel ist es, die fortdauernden Prozesse der Gebirgsbildung, die vor allem im Gebiet der südlichen Alpen mit Erdbeben verbunden sind, zu untersuchen und besser zu verstehen.
Das Beobachtungsnetz besteht aus Instrumenten zum Empfang der Signale des globalen Positionierungssystems mit Satelliten (GPS), die auf fest mit der Erdkruste verbunden Punkten (z.B. Gebäude) zur permanenten Nutzung installiert werden müssen. Die sehr schwachen und völlig ungefährlichen Signale werden vom Empfänger registriert, gespeichert und über eine Internet-Verbindung zum Deutschen Geodätischen Forschungsinstitut übertragen, wo sie laufend in den Berechnungen der Lageveränderungen der Beobachtungspunkte, die nur Millimeter pro Jahr betragen, einfließen. Insgesamt werden etwa 50 Punkte im Alpenraum in dieser Weise eingerichtet.
Eine dieser Messstationen steht seit Juni 2005 auf dem Gipfel der Hochries. Die Datenübertragung erfolg von der Hochrieshütte der Sektion Rosenheim des Deutschen Alpenvereins aus.

